Das diesjährige Sommerfest findet
am 31.08.2018 um 18:00 Uhr
im Bürgergarten statt.


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Rund um den Jasmunder Bodden


Jedes Jahr ist die Rügenrunde bereits zu einer schönen Tradition geworden.
Dieses Jahr sollte organisatorisch einiges vom Veranstalter anders laufen, denn die Tour sollte 2010 in drei geschlossenen Verbänden, mit unterschiedlichen Leistungsklassen gefahren werden.
Grund dafür war vor allem das bestehende Unfallrisiko auf der Strecke.
Die drei Leistungsgruppen unterschieden sich in ihrem Durchschnittstempo. 30km/h, 25km/h und 20km/h, wobei die Polizei das Tempo vorgab und nicht überholt werden durfte.
Im Vorfeld gab es viel "Für und Wider" für diese Entscheidung, denn auch ein Verband hat seine Tücken und kann Unfälle provozieren, außerdem ist man gezwungen, dem Tempo zu entsprechen.


Das Wetter war positiv prognostiziert, Windstärke 5 aus Ost und Sonnenschein, Temperaturen bis zu 13Grad, was erwartet man mehr für einen goldenen Oktober.
Der Wetterbericht sollte Recht behalten und so konnten wir bereits bei der Anfahrt über die Rügenbrücke, um 07:30 Uhr, einen herrlichen Sonnenaufgang in Augenschein nehmen.
Diese schöne Naturschauspiel entschuldigte natürlich für das frühe Aufstehen, denn der Start sollte bereits um 09:15 Uhr für die erste Gruppe stattfinden.
Frühe Anfahrt sichert die besten Plätze und so waren wir, Gert, Martina und Katrin, gegen 08:15 auf dem Parkplatz in Binz, wo wir bereit von Jackeline und Mirko begrüßt wurden. Kalle, Werner und Arne trafen dann auch schon ein, auch Wolf mit seiner Frau sowie Christian, Jörn, Fred, Nils und Gerd waren heiß auf die Tour.
Auch Frank ließ sich dieses Ereignis nicht entgehen und begleitete uns auf dem Motorrad als rasender Fotograf während der Runde, eine tolle Geste, danke!

Nach der Anmeldung, konnte man sich bei Kaffee und Kuchen noch einmal stärken.
Trotz der Sonne war ein kalter Wind spürbar, der sich erfahrungsgemäß nach der Wittower Fähre verstärken würde, also trotzdem war warmes Anziehen angesagt.

Die Frage stand noch im Raum, welche Gruppe würde "wer" fahren?
Da es sich um Durchschnittsgeschwindigkeiten handelte und man Wind und Hügel mit einberechnen müsste, entschieden sich alle, bis auf Jörn, Nils und Gerd, für die 25km/h, die anderen Drei reihten sich in die Speed-Gruppe ein und um es vorweg zu nehmen, das war auch gut so!

Es wurde pünktlich alle 15 Min. gestartet, vorweg jeweils eine Polizeiauto, dahinter ein Begleitfahrzeug und ein Krankenwagen, so zog jede Gruppe auf die 100km Strecke, im Angebot waren aber auch noch 74km und 46km möglich.
Schon bei den ersten Kilometern trafen sich ungläubige Blicke, denn die Tachonadel schwankte zwischen 35 - 40km/h, also die Angst auf eine langsame Trödelfahrt wurde uns sofort genommen, wir hatten den Verdacht, dass die Polizeiautos den falschen Gruppen zugeordnet waren
Das Ganze machte aber auch Sinn, denn so zog sich die ca. 250 Teilnehmer große Gruppe auseinander. Die roten Ampeln konnten problemlos passiert werden und die Radwege blieben links liegen, ein super Gefühl, schnelle und freie Fahrt und das Blaulicht voraus.
Zwischendurch fragten wir uns, was wohl die erste Gruppe auf dem Tacho hatte und waren froh, uns hier eingeordnet zu haben.
Der Wind kam von Ost und somit vorab von hinten bzw. von der Seite, aber im Verband war er wirkungslos und es ging zügig voran.

Polizei und Radfahrer mussten sich auch ein wenig einspielen, um ein gegenseitiges Gefühl für die Strecke und die Bremsmanöver zu bekommen, aber alles hielt sich mit der Unfallgefahr in Grenzen, mir selbst war ein leichter Unfall begegnet, als ein Teilnehmer unliebsam mit dem Bürgerteig Bekanntschaft geschlossen hatte, der aber wohl keine größeren Folgen nach sich zog. Alle Teilnehmer fuhren überwiegend diszipliniert, denn mit dem Umstand, in so einer Gruppe zu fahren ist ja auch nicht jeder vertraut.

Der Verband teilte sich zwischenzeitlich auch mal in drei Gruppen, wobei ja Begleitfahrzeuge vor Ort waren, die Polizei verzögert dann aber auch wieder an geeigneten Stellen das Tempo, so dass der Verband wieder komplett wurde.

An der Wittower Fähre angekommen, der Tacho stand bei 31km/h Durchschnitt, begann der Sturm auf das Kuchenbuffet, denn es gabt auch nur eine Verpflegungsstelle und so hieß es "Süßes aufnehmen".
Der Bäcker Mudrick hatte wieder keine Mühe gescheut, die Meute entsprechend satt zu bekommen, verschiedene leckere Kuchenbleche waren mit schmackhaften Kalorien gefüllt!
Dann hieß es übersetzen und der ganze Konvoi wurde bei tollem Sonnenschein verladen.
Auf der überfahrt wurde auch dem letztem Teilnehmer klar, jetzt kommt der Wind von vorne und das kräftig, denn das ist an dieser Stelle immer so!

Hier spielte der Verband dann auch seine Stärke aus und die meisten Teilnehmer versteckten sich im Windschatten, zumindest wer konnte!
Vor uns lag dann der Bobbiner Berg, eigentlich kein Berg aber ein kleiner langer hässlicher Hügel mit einer kleinen Rampe. Danach kommt auch bald Sargard, mit dem alten berüchtigten Kopfsteinpflaster, welches einem die Ohren wackeln lässt bzw. die Tiefenmuskulatur so richtig wachrüttelt und die Halswirbelsäule testet!

Nun hatten wir es auch schon fast geschafft, noch ca. 15 km und das Ziel ist nahe.
Leichter Anstieg in Richtung Mukran, bei stetiger Windstärke 5 und noch einmal durch die Anlagen von Prora.
Glücklich und zufrieden erreichten wir alle das Ziel in Binz, wo uns bereits von weiten die Musik und der Organisationssprecher in Empfang nahmen.

Im Zielbereich hatte sich bereits die erste Gruppe niedergelassen, sie hatte ein Durchschnitt von 35km/h und war wohl so ca 100 Teilnehmer stark, wir hingegen hatten einen Durchschnitt von 28,2km/h, was sich aber auch zwischen den Teilnehmern differenzierte.
Die dritte Gruppe bestand wohl mehr aus Familienfahrer und Teilnehmer der kleineren Wegstrecken.
Die Teilnehmerzahl schätze ich auf ca. 400 Teilnehmer, wobei auch Teilnehmer aus Schweden dabei wahren.
Im Ziel waren Bierzeltgarnituren aufgestellt, es gab Linseneintopf und Thüringer Grillwürste, Kaffee, Kuchen und Bier und alkoholfreie Getränke, also alles was man sich so wünscht, um noch gemütlich in lustige Runde den Tag passieren zu lassen, die Bedienung am Tresen hatte ganze Arbeit geleistet, genauso wie die freundlichen Damen von der Anmeldung!.
Ein großer Dank den Organisatoren und Helfern dieser Runde, dass Konzept ist unserer Meinung nach voll aufgegangen, es war eine tolle Fahrt, die Polizei hat ihren Part hervorragend gemeistert, genauso wie die anderen Begleitfahrzeuge und Helfer.
Wir freuen uns auf das nächste Jahr in Binz!
(09.10.2010, Gert Friedel)