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Radsportgruppe des SV HANSE-Klinikum auf Schwedentour


Die Schmerzen vergehen - Der Stolz bleibt

Motala/Schweden: Zum 44. Mal startete das mittlerweile größte Amateurradrennen der Welt, die Vätternrundan.
17611 Radfahrer nahmen die Herausforderung an, den Vätternsee zu umrunden. Von ihnen erreichten nach 300 km 16766 Radler das Ziel - so viele, wie noch nie zuvor.
Da es sich um kein Radrennen im eigentlichen Sinn handelt, starten hier neben einer Vielzahl von Rennrädern auch Tandems, Klappräder oder der typische Drahtesel mit dem Körbchen und Kofferradio am Lenker. Und so kann sich am Ende der Genussradler in Strickstrümpfen und Holzclogs, der nach 24 Stunden und vielen Erlebnissen am Rande das Ziel erreicht genauso als Sieger sehen, wie der Rennradfahrer, der die Runde in weniger als 9 Stunden schafft.

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Auch 21 Sportler der Radsportgruppe des SV-HANSE - Klinikum Stralsund wollten sich dieses Ereignis, das teilweise einem Volksfest gleicht, nicht entgehen lassen.
So trafen wir uns am Donnerstag in aller Frühe, um nach Motala zu fahren. Während an diesem Tag mit Fähr-und Autofahrt, Errichten unseres "Basislagers" auf dem Zeltplatz und abendlichem Grillen bei Sonnenschein noch alle sehr entspannt waren, machte sich am Freitag dann doch langsam Nervosität breit. Nachdem alle Startunterlagen geholt, noch mal an den Rädern rumgeschraubt und letzte Taktiken besprochen waren, blieb uns nur noch, auf den Start zu warten.
Die ersten drei Fahrer gingen bereits vor 22 Uhr auf die Strecke, der letzte morgens um 2 Uhr.
Während der Fahrt hatten wir alle mit den gleichen Bedingungen wie Kälte, Regen und Bergen zu kämpfen. Doch von diesen Strapazen konnten wir uns an insgesamt 9 Stationen bei Blaubeersuppe, Milchbrötchen und anderen Energiespendern erholen.
Neben der Energie war auch die Motivation sehr wichtig, die beim Blick auf den nächsten Berg schon mal nachlassen konnte. Doch dank der Schweden, die uns selbst mitten in der Nacht, z.B. aus einem am Straßenrand aufgebauten Whirlpool, anfeuerten, kam niemandem der Gedanke aufzuhören. Wem dies zum Durchhalten nicht ausreichte, der wurde nach ca. 250 km von einem Pastor am Straßenrand für die letzten Kilometer gesegnet.
Die ersten von uns erreichten nach nur 9:30h pünktlich zum Frühstück das Ziel. Im Laufe des Tages trudelten auch alle anderen ein und jeder hatte seine eigene Geschichte von 300 langen Kilometern zu erzählen.
Trotz Erschöpfung, Schmerzen und der Frage: "Was tun wir uns hier eigentlich an?" überwog bei uns allen Stolz und Glück.
Und so steht unser sportliches Highlight für das Jahr 2011 schon fest. Getreu dem Motto des Veranstalters: "See you in Motala 2011!"

(18.06.2010, Katrin Brunk)