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Garmin – Velothon – Berlin 2013


Die Saison ist längst eingeläutet und zu den Höhepunkten unserer geplanten Events gehört einfach auch Berlin dazu.

Ein Jedermann Rennen der besonderen Art, mit ca. 13500 Teilnehmern, analog zu der Cyclassics in Hamburg, startete die Garmin – Velothon – Berlin am 09.06.2013.

Neben einer 120 km Strecke gab es auch die 60 km Strecke und als Höhepunkt starteten die Profis über ca. 186 Km.

Der Wettergott zeigte sich ja in den Vorbereitungsphasen nicht gerade von seiner Sonnenseite, das sollte sich aber an diesem Wochenende ändern, Sonne war angesagt.

Bereits am Sonnabend holten wir unsere Startunterlagen im Ausgabezelt am Brandenburger Tor.

Ein großes Aufgebot von Teilnehmern, mit und ohne Räder, bevölkerten den Vorplatz.

Auf der Ausstellungsmaile, auf der „Straße des 17. Juni“, präsentierten sich wieder die Sponsoren von Velothon und viele Aussteller, die ihre neusten Produkte vorstellten und zum Kauf anboten.


Ein Bummel über die Meile ließ das Rennfieber langsam steigen. Ein gemeinsames Treffen an der Akkreditierung verlief dann doch leider nicht so, wie wir uns das erhofft hatten und so trafen sich Martina, Katrin, Gert, Werner S., Arne und Kirsten alleine zum gemeinsamen Abendessen und Klönten in der „Ständigen Vertretung“ am Spreeufer.

Neben uns waren aber noch Siegfried, Christian, Gerd, Rolf, Werner K., Dieter und Karl am Sonnabend bzw. Sonntag angereist, also eine großes Mannschaftsfeld unseres Sportvereins, die alle heiß auf gute Zeiten waren, wichtig ist aber immer heil durchzukommen und andere Teilnehmer nicht zu gefährden!

Sonntag früh, gegen 05:00 Uhr klingelte dann der Wecker, Katrin, Martina und Gert machten sich für den frühen Morgenstart am Potsdamer Platz fit, draußen wehte der Wind die letzten Wolken vom Himmel und die Sonne zeigte sich schon eine Stunde später am blauen Himmel. Schnell verging die Zeit, nun aber los, denn ein leicht mulmiges Gefühl in der Magengrube machte sich bemerkbar und begleitete uns durch die Stadt zur Startaufstellung. Unterwegs war ein „sich Verfahren“ nicht möglich, einer Sternfahrt ähnlich schien die ganze Stadt aus dem Schlaf gerissen worden zu sein und alle versuchten Ihr Heil auf dem Fahrrad und kannten nur eine Richtung.

Am Startpunkt trafen wir dann Rolf und Werner K., beide sind am Morgen aus Stralsund angereist und fühlten sich ebenfalls prächtig. Kirsten begleitete dann auch Arne zum Startblock und so sahen wir wenigstens einige bekannt Gesichter. Wir suchten unsere Startblöcke auf und pünktlich 07:50 Uhr startete der erste Block, und dann weiter im 5 Min. Takt.

Was für ein Aufgebot an Polizei, Helfern, Ordnern und Krankenwagen/Personal, das war schon imposant.

Langsam machte sich dann mein Startblock E auf die Spur, beinahe hätte ich den Start verpennt, da alles so gemächlich voranging. Ich dachte es würde wieder eine Aufstellung geben, aber nein, ca. 1 Km konnten wir uns einfahren und dann ging es über die Startlinie der Zeitmessung. Schnell hat man sich von dem Tempo mitreißen lassen, aber immer mit dem nötigen Respekt!

Dann ging es Richtung „Schloß Charlottenburg“ runter und der Tacho pendelte zwischen 50 und 60 Km/h, dass ging richtig zur Sache. An gefährlichen Kurven waren im Vorfeld große Schilder aufgestellt worden, die Hinweise auf die kommende Gefahr gaben, außerdem waren überall Ordner postiert!

Ich wußte nicht, dass es im Grunewald auch „Berge“ gibt, aber die waren einfach da, eine schöne hügelige Angelegenheit, wo der Tacho auch mal unter die 20 Km/h ging, das hatte jetzt nichts mit einem Rennen wirklich zu tun !

Die Sonne durchbrach die grünen Bäume im Grunewald, ein frischer Duft begleitete uns auf dieser schönen Strecke, einfach Natur pur! Man konnte wirklich von Volksfeststimmung reden, denn neben vielen musizierenden Zuschauern, waren auch an zwei Stellen Schlagzeuge aufgestellt, deren Besitzer ihr Können zum Besten gaben und uns so zusätzlich im Takt anfeuerten, Klasse.

Dann ging es schon bald in Richtung Flugfeld Tempelhof, zum Glück gab es wenig Wind, dass könnte sonst schon recht kräftezehrend werden. Es fehlte nur eine „Tante JU“ auf dem Flugfeld, dann währe die Romanze perfekt, nach gefühlten 10 Minuten ging es auch schon wieder runter und ab in Richtung Neukölln / Kreuzberg. Die Straßen sind breit, alles ist abgesperrt, nur für uns ?!

Die Stecke ist mir ab hier jetzt bestens bekannt, mein Revier, aber nicht aus dieser besonderen Perspektive.

Wir passieren das “ Kottbusser Tor, das „Schlesische Tor“, fahren über die Oberbaumbrücke dann scharf links und weiter an der ehemaligen Mauer entlang und der O2 Halle, Ostbahnhof, Thor - Straße und da sah ich den ersten schweren Unfall, ein Teilnehmer lag auf dem Boden, Helfer kümmerten sich um Ihn, ich hoffe er kam wieder auf die Beine. Es sollte nicht der einzige Unfall auf der Strecke gewesen sein, leider, es gab immer unaufmerksame Zuschauer, die auf die Straße laufen ohne nachzudenken und die Radler mit den Geschwindigkeiten unterschätzen.

Weiter ging es über die Spree am Hauptbahnhof vorbei und Richtung Siegessäule, nun noch eine Linkskurve und der Endspurt wurde vom Gegenwind ein wenig ausgebremst, gut, der Bleianteil in den Beinen zeigte sicher auch schon Wirkung.

Gesäumt von Absperrgittern, Reklame und vielen Zuschauern fuhren alle Teilnehmer glücklich, gesund und zufrieden ins Ziel. Ein alkoholfreies Erdinger Weißbier, füllte dann unsere leeren Speicher wieder auf, am Ziel trafen sich dann, wie ein Wunder, die meisten unserer Teilnehmer, schön.

Die meisten Teilnehmer werden mit Ihren Zeiten zufrieden sein, denn sie sind mehr als respektabel!

Die Zeiten bewegten sich in einem Durchschnitt zwischen 29,9 Km/h und 37,5 Km/h, so die amtliche Ergebnisliste. Um so einen Schnitt zu fahren, sind weite Strecken auch mit 40 Km/h und noch mehr erforderlich, also meinen höchsten Respekt.

Nach dem Rennen ging es dann mit der S-Bahn wieder ins Quartier oder auch mit dem Auto nach Hause und die vielen Eindrücke verdauen.

Unseren Dank an die Velothon-Organisatoren und allen Helfern, ohne so viel Engagement wehre uns so ein schönes Erlebnis nicht vergönnt, Berlin wir kommen wieder!
(09.06.2013, Gert Friedel)